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Jahresbericht Jugendgruppe 2016

Das Jahr neigt sich in großen Schritten dem Ende zu und somit wird es höchste Zeit für den Jahresbericht der Jugendgruppe 2016.

Aus aktuellem Anlass möchte ich in diesem Jahr mit der Berichterstattung über die Bastel-Freitage in der Lakwegschule in Kaltenkirchen beginnen. Wie bereits im letzten Jahr berichtet, haben wir in der Wintersaison 2015/16 den Falken, einen DLG mit 1m Spannweite aus Holz, gebaut. Die Jungs haben viel selbst gemacht, was die positive Entwicklung der Kenntnisse im Umgang mit Balsaholz, Kleber und Schleifklotz zeigt. Nach diesem Erfolg war es nicht so schlimm, dass die Modelle im vergangenen Winter nicht ganz fertig wurden.

Für die noch ausstehenden Restarbeiten, zu denen neben den Bügelarbeiten der RC Einbau zählt, wird etwas mehr Erfahrung benötigt. Dies führte zu der Entscheidung, dass die Jungs sich bereits mit neuen Projekten beschäftigen, währenddessen ich die Falken fertig stelle.

Die Vorfreude auf den Einstieg in die DLG Fliegerei im nächsten Jahr ist groß. Die neuen Projekte bestehen meist aus Baukästen, die es in Laucha oder auf unserem Jugendlager zu gewinnen gab. Zum Basteln hat sich ein eifriger Kern aus Jugendlichen und Betreuern zusammengefunden, die Schritt für Schritt neue Modelle für den kommenden Sommer bauen.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich die Sponsoren unseres diesjährigen Jugendlagers erwähnen, die den Erfolg unserer Jugendgruppe überhaupt erst möglich machen.

Im Namen der Jugendgruppe der FAG Kaltenkirchen danken wir herzlich unseren Sponsoren des Jugendlagers 2016:

Horizon, Staufenbiel, „der himmlische Höllein“ , Multiplex, Lindinger, Oracover, VTH Verlag, Proxxon und Jamara.

Das Jahr begann mit dem Familienfliegen in der Turnhalle der Lakwegschule. Es wurde die bereits bekannte Ka6e geflogen und wie im letzten Jahr versorgten Nils und ich alle interessierten Piloten mit Fliegern. In Serienproduktion entstanden ca. 20 Saalflugmodelle, die unter Kindern, Eltern und Großeltern verteilt wurden.

Wie bei dieser Veranstaltung üblich, konnten alle Anwesenden am Wettbewerb teilnehmen. Es gab eine separate Kinder- sowie Damenwertung und auch die ultra-leichten Modelle hatten wieder eine eigene Wertungsklasse.

Im Anschluss an den Wettbewerb fanden sich alle zum gemeinsamen Kuchen essen mit Kaffee und Kakao an der langen Tafel zusammen und fieberten auf die Siegerehrung hin.

In diesem Jahr konnten wir dank zahlreicher fleißiger Bäcker/innen wieder ein leckeres und abwechslungsreiches Kuchenbuffet genießen.

An dieser Stelle möchte ich auch auf das kommende Familienfliegen aufmerksam machen und den Hinweis geben, dass nicht zwingend gebaut werden muss. Wenn Ihr mitmachen möchtet, meldet euch im Vorfeld gern bei mir, damit wir genügend Flieger vorbereiten können. Damit möchten wir den zurückgehenden Teilnehmerzahlen entgegenwirken und euch wissen lassen, dass wir gern für euch mit bauen, falls die Kenntnisse oder Möglichkeiten fehlen! Wie der Name „Familienfliegen“ schon sagt, sind von jung bis alt alle Willkommen!

Im Mai fuhren wir zusammen mit Jannis, Niklas und Linus nach Laucha zum Bundesjugendausscheid des Uhu Cups. Die drei hatten sich im Rahmen unseres Jugendlagers im Vorjahr erfolgreich für die Teilnahme an den deutschen Jugendmeisterschaften qualifiziert.

Ich möchte ich mich zunächst sehr herzlich bei den Eltern für die Begleitung und die Betreuungsunterstützung bedanken. Ich merke immer wieder, dass ich bei solchen Aktivitäten Unterstützung benötige und freue mich daher sehr, dass hinter den Kids der Jugendgruppe tolle Eltern stehen, die so einiges auf sich nehmen um unsere Aktivitäten zu ermöglichen.

Wie in jedem Jahr gab es in Laucha wieder mal einiges zu erleben. Die erste Überraschung erwartete uns am späteren Freitagabend, als auf einmal ein Zettel an der Tür hing, dass das Uhu Fliegen am kommenden Tag bereits gegen 06:00 Uhr (in Worten: SECHS Uhr!) beginnt. Erst dachten wir, dass es sich um einen Scherz handelt. Nach Rücksprache mit Hilmar (dem Organisator) klärte sich jedoch, dass es mit dem angesagten, starken Wind zusammenhing und es tatsächlich ernst gemeint war.

Somit schluckten alle einmal, stellten die Wecker auf 05:30 Uhr und sahen zu, dass wir ins Bett kamen. Am nächsten Morgen war ich etwas erstaunt, meine Jungs nach dem ersten Weckruf bereits auf der Matte stehen zu sehen. Das nenne ich Motivation!

Auf dem Modellflugplatz des Lauchaner Flugplatzgeländes angekommen, rüsteten wir die im Winter gebauten „Spatzen“ auf. In der Hoffnung, uns diesmal besser gegen die ambitionierten Freiflugprofis durchzusetzen, gingen wir an den Start und absolvierten einen Flug nach dem anderen, ohne eine Beschädigungen an den Modellen. Das waren wir aus dem Zeitalter des „kleinen Uhus“ anders gewohnt. Gut gemacht Jungs!

Obwohl einige 60 Sekunden Flüge dabei waren, reichte es nicht ganz für die vorderen Plätze, wodurch wir uns aber nicht entmutigen lassen.

Kurz nachdem der letzte Start gemacht war und sich bereits alle auf das Frühstück freuten, begann es zu Nieseln. Das zeigte, dass Hilmar mit der „Schockentscheidung“ goldrichtig lag und ließ das ungewohnt frühe Aufstehen schnell in Vergessenheit geraten.

Am Nachmittag konnten trotz der teils sehr zügigen Böen auch die Segler und Elektro Klassen geflogen werden. Linus trat für unsere Jugendgruppe in der „Gliding Class“ an und erflog mit dem zweiten Platz den Titel des „deutschen Vize Jugendmeisters“.  Selbst wenn man den starken Wind außer Acht lässt, ist das eine super Leistung. Gratulation!

 

Linus, Niklas und Jannis belegten in „der kleine Uhu“ die Plätze 10, 12 und 13.

Das Programm in Laucha wurde neben den Wettbewerben durch Aktivitäten wie nächtliche Fackel-Wanderung, Lagerfeuer und Exkursionen in das verlassene Krankenhaus (natürlich bei Dunkelheit) abgerundet. Es war nicht zu übersehen, dass es allen viel Spaß gemacht hat. Somit soll gesagt sein – wir kommen wieder!

Aufgrund des späten Starts der Sommerferien lag der Termin unsers Jugendlagers in diesem Jahr auf Anfang September. So konnten wir leider nicht an das hervorragende Wetter des Vorjahres anknüpfen und hatten einen durchwachsenen Wetterbericht im Nacken.

Um allen ein erneutes „frühst“-aufstehen zu ersparen, entschieden wir spontan, den „der kleine Uhu“ Wettbewerb bereits am Freitagabend durchzuführen. Wie zuvor in Laucha erlebt, war für den Samstag ordentlich Wind angesagt.

So verschoben wir das freitägige Grillevent auf nach dem Sonnenuntergang und erledigten bis 20:00 Uhr alle 5 Durchgänge. Dadurch konnten wir bei herrlich ruhigen Bedingungen fliegen und unabhängig vom Wetter des restlichen Wochenendes einen Haken hinter das Thema Freiflug machen.

Das Treppchen und die damit verbundene Qualifikation für den Bundesausscheid in Laucha 2017 sah wie folgt aus:

„der kleine UHU“

  1. Platz Niklas Haeger
  2. Platz Justin Sprogö
  3. Platz Linus Kohrs

 

 

 

Nachdem wir uns den Bauch mit leckerem Grillgut vollgeschlagen hatten, ging das Abendprogramm mit Nacht-Wald-Wanderung und Lagerfeuer weiter. Nach dem bekannt leckeren und entspannten Frühstück am Samstagmorgen begannen wir zeitig mit der Durchführung der übrigen Wettbewerbe.

In Anlehnung an das Vorjahr wurden sämtliche Club Stars fit gemacht und in die Luft gebracht. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie die Kids von heute mit den Modellen fliegen, mit denen Stephan, Nils und ich vor gut 10-15 Jahren am Jugendlager teilgenommen haben.

Da im Sommer ordentlich geübt wurde, konnten Jannis und Niklas in diesem Jahr an ihren ersten RC Wettbewerben in der Klasse „Electric Class“ teilnehmen. Sie erreichten dabei mit dem 3. und 4. Platz. Super Ergebnisse!

„Electric Class“

  1. Platz Yannick Knorr (Niendorf)
  2. Platz Justin Sprogö
  3. Platz Jannis Haeger

An den Vorjahressieg in der „Electric Class“ konnte Justin dieses Jahr in der Klasse „Gliding Class“ anknüpfen und hat sich somit für das nächste Jahr in 3 Disziplinen für Laucha qualifiziert. Sauber!

„Gliding Class “

  1. Platz Justin Sprogö
  2. Platz Yannick Knorr
  3. Platz Linus Kohrs

Die Firma Multiplex stellte auch in diesem Jahr wieder den Wurfgleiter „Fox“ zu Verfügung und so konnten wir wie auch im letzten Jahr wieder die Klasse „mini Uhu“ durchführen.

Hier zeigte sich, dass es darauf ankommt die ausgefeiteste Wurftechnik anzuwenden, um die Gleiter nach kraftvollem Wurf möglichst lange in der Luft zu halten. Stimmt der Abwurfwinkel, Schräglage oder Schwung nicht, so ist der Flug meist nach wenigen Sekunden beendet. Für die Gesamtwertung wird hier um jede Sekunde gekämpft!

Die besten Würfe machten dabei folgende Piloten:

„mini UHU“

  1. Platz Linus Kohrs
  2. Platz Niklas Haeger
  3. Platz Jannis Haeger

Aufgrund des sehr schlechten Wetterberichtes für Sonntag trafen wir spontan die Entscheidung, die Siegerehrung noch am Samstagabend bei trockenem Wetter abzuhalten.

Es war bereits dunkel, was der Siegerehrung ein ganz besonderes Flair verlieh. Im Scheinwerferlicht eines Autos und der Lichterkettenbeleuchtung unter dem Vordach war das eine ganz besondere Premiere, die lange in Erinnerung bleiben wird.

Wir freuen uns in diesem Jahr besonders darüber, den 8 jährigen Max Caspar als neues Mitglied in unserer Jugendgruppe zu begrüßen. Er nahm in diesem Jahr das erste Mal an unserem Jugendlager teil („der kleine Uhu“, und „mini Uhu“) und hat im Rahmen des freitägigen Bastelns begonnen, einen eigenen Freiflieger zu bauen. Herzlich Willkommen Max!

Ich wünsche allen eine schöne Winter- und Weihnachtszeit, einen guten Rutsch und freue mich, euch zum Familienfliegen Anfang 2017 wiederzusehen.

 

Marc Peters

Jugendwart

Schlagzeilen
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