Die Saison 2025 kann als besonders bezeichnet werden. Das liegt darin begründet, dass mehrere Veranstaltungen und Ereignisse, besonders aber unsere Ausfahrt nach Laucha, in dieser Saison in sehr guter Erinnerung geblieben sind. Dazu aber später mehr.
Die Gruppengröße der FAG Jugend hat sich auch in diesem Jahr zum Positiven weiterentwickelt. So starten wir am Ende der Saison 2025 mit der beachtlichen Anzahl von 16 aktiven Jugendlichen in die Bastelsaison. Über diese aktive Gruppe freuen wir uns sehr!
Aber wir beginnen wie gehabt von vorne. Das Jahr begann recht ruhig mit unserem traditionellen Familienfliegen, welches in diesem Jahr mit ca. 36 Teilnehmenden im Vergleich zu den Vorjahren eher mäßig besucht war.
Davon ließen wir uns jedoch nicht beirren und flogen in vier Klassen einen tollen Wettbewerb, der wiederum von der reich gedeckten Kaffee- und vor allem Kuchentafel abgerundet wurde.

Bei dem diesjährigen F3L Wettbewerb der FAG konnte sich „Thermik Josse“ nach souverän geflogenen Vorrunden und einem erfolgreichen Fly Off mit seinem ausgeprägten Gespür für das Thermikfliegen den 3. Platz in der Gesamtwertung der Erwachsenen! sichern. Das zeigt auf welchem hohen Niveau unsere Jungs unterwegs sind! Klasse!

Unsere Tour nach Laucha war in der vergangenen Saison in mehrerlei Hinsicht besonders. Begonnen mit der besten Beteiligung aller Zeiten, fuhren wir vom 06. – 09.06.2025 mit einer bemerkenswerten Anzahl von 13 Jugendlichen nach Laucha und stellten somit rund 1/3 aller Teilnehmer.
Als wir aufbrachen, wussten wir noch nicht, dass der Hang in diesem Jahr eine ganz besondere Rolle spielen sollte. Im Rückblick auf vergangene Jahre, können wir in Laucha zumeist mit sehr gutem Wetter und Wind aus östlichen Richtungen rechnen. Dies macht Hangflug am Südwesthang leider unmöglich.
Dieses Jahr sollte es genau umgekehrt sein. Mit Winden aus westlichen Richtungen ist meist eine eher durchwachsene Wetterlage mit höheren Windgeschwindigkeiten verbunden. Ersteres spielt dabei eher eine unschöne Rolle, da es von oben hin und wieder nass wurde, wobei stärkere Winde aus südwestlicher Richtung tolle Hangflugmomente versprachen.
So konnten wir bereits Freitag bei gutem Hangwind einige Stunden am Hang fliegen. Leider geriet ein Teil unserer Truppe in Staus, sodass einige am Freitag erst recht spät in Laucha eintrafen.
Da wir aber nicht nur zum Spaßfliegen nach Laucha fahren, sondern auch an den Wettbewerben zum Bundesausscheid teilnehmen, konzentrierten wir uns am Samstag zunächst auf den sportlichen Aspekt des Wochenendes. Trotz einiger Schauer flogen wir am Samstag vor und nach der Mittagspause jeweils zwei Durchgänge in der Klasse „Electric Class“.

Nach Beendigung der vier Durchgänge, war der Wind für das Fliegen in weiteren Wettbewerbsklassen zu stark geworden, sodass freies Fliegen angesagt war. Es darf geraten werden wo es damit alle hin verschlug…
… genau, an den Hang!
Eines der Highlights an diesem Tag war Josse´s Show Flug mit seinem Großsegler, den er mit Rauchpatronen an den Flügelspitzen am Hang flog, die von Anton und Erik montiert und gezündet wurden. Anton filmte diesen schönen Flug mit seiner Drohne aus der Luft.
Eine weitere erzählenswerte Geschichte hat unser Christopher an diesem Wochenende erlebt. Erzählungen aus alten Zeiten, dass es mal jemanden gab, der oben am Hang stand und mangels Aufwindes unten im Tal gelandet war, ließen ihn nichtmehr los. So setzte er sich in den Kopf seinen kleinen Elektrosegler oben am Hang zu starten um ihn unten auf einer Wiese zu landen. Trotz gut gemeinter Ratschläge, die ihn von dieser risikoträchtigen Idee abbringen sollten, zog er seinen Plan durch und alle anderen Kids waren ebenso gespannt dabei.
Da sich die Aufgabenstellung leichter anhörte als sie in der Realität war, landete das Modell unten vor dem Hang leider in einem großen Baum. Nach einigen erfolglosen Bergungsversuchen am Samstag, konnte das Modell am Sonntag jedoch glücklicherweise mithilfe einer langen Stange geborgen werden.
Zum Abschluss unternahmen wir am Samstagabend eine Nachtwanderung in das verlassene Krankenhaus, welche für alle Beteiligten sehr spannend war.
Sonntagmorgen, nach einem Blick in den aktuellen Wetterbericht, war die Situation für diesem Tag schnell klar. Mit Windgeschwindigkeiten von 40 bis zu 70 km/h, war an Wettbewerbe mit ferngesteuerten, geschweige denn mit Freiflugmodellen nicht zu denken.
Nach einiger Überlegung wurde die Klasse „Gliding Class“ am Flugsimulator absolviert, sodass trotz der Umstände von den Teilnehmern eine Wertung erflogen werden konnte.
Die Wertungen in den Klassen „der kleine Uhu“ und „Schleuder Uhu“, wurden als Alternativprogramm mit Frisbee Weit- und Zielwerfen im Innenhof ausgetragen.
Somit kam weder Langeweile, noch Frust auf. Ganz im Gegenteil! Als die Wertungen im Kasten waren, ging es natürlich wieder an den Hang, wo der Wind am späteren Nachmittag mittlerweile etwas nachgelassen hatte.

Auch Johann erstaunte uns, als er bei kräftigem Wind mit seinem leichten Eigenbau-Segler aus Depron am Hang flog. Frei nach dem Motto: Alle sagten: „Das geht nicht!“ Dann kam einer, der wusste das nicht und hat es einfach gemacht… Top!
Auch für die Betreuer und erwachsenen Begleiter war dieses Wetter spannend. So konnten am Samstag auch voll ballastierte Hangmodelle mit > 4kg Abfluggewicht geflogen werden, was für rasante Flüge und ordentlich Spaß sorgte.
Sonntagabend wurde auf dem Volleyballplatz im Innenhof von der FAG Truppe noch das „große Buggy Rennen“ gestartet, welches mit ferngesteuerten Autos ausgetragen wurde.
Alles in allem war es ein rundes Wochenende an dem keiner zu kurz kam und allen riesigen Spaß hatten.
Die Ergebnisse sahen wie folgt aus:
Electric Class
- Josse Grage
- Erik Spiegel
- Louis Bendixen
- Moritz Wedig
- Luis Bayer
- Lorenz Groth
- Max Klinkow
- Joris Klose
- Anton Frahm
- Johann Köpcke
- Mick Wloka
- Christopher Wedig
Gliding Class
- Max Klinkow
- Josse Grage
- Lorenz Groth
- Louis Bendixen
- Erik Spiegel
Mini Uhu
- Louis Bendixen
- Anton Blohmke

Eine tolle, neue Aktion starteten Josse, Moritz und Lunard in diesem Jahr. Die drei nahmen vom 26.07. bis 03.08. an der vom DMFV organisierten Veranstaltung JUMP!-Jugendfreizeit auf der Wasserkuppe teil. Mit 27 anderen Jugendlichen verbrachten sie eine tolle Zeit auf dem Berg der Flieger. Neben dem Bau eines Modells ging es trotz durchwachsenem Wetter natürlich auch an den Hang.
Parallel fand in Tarp die F3K Weltmeisterschaft statt, bei der unserer Junior Colin Angermann mit einer brillanten Leistung vize Junioren Weltmeister wurde. Trotz dieser Leistung wird Colin zum Ende dieses Jahres aufgrund von Interessenverlagerung mit dem Modellflug aufhören und aus dem Verein austreten. Das ist sehr schade!
Von durchwachsenem Wetter konnten wir bei unserem Jugendlager, was aufgrund der späten Sommerferien erst im September stattfand, diesmal nicht sprechen. Ganz im Gegenteil war es am Samstag annähernd windstill. Das ist eine Seltenheit bei uns im Norden und hat uns motiviert, am Samstag die Wertungsflüge in allen vier geplanten Klassen zu absolvieren. Für den kommenden Tag konnten wir dadurch bei wunderbarer Thermik und etwas Wind tolle Flüge ohne Wettbewerbsdruck genießen.

Natürlich wurde auch in diesem Jahr wieder getüftelt und gebastelt. Wie auch im letzten Jahr, war das Bauen von Abwurfvorrichtungen und das Absetzen von Spielzeug-Fallschirmspringern mit den verschiedensten Flugmodellen hoch im Trend.
Ein weiteres Highlight für die Kids waren in diesem Jahr schon fast ausgestorbene F3J Laufstarts. Nils hatte die tolle Idee, das Laufgeschirr aus alten F3J Wettbewerbszeiten heraus zu kramen. Dabei werden von zwei Personen, mit einer am sogenannten „Bullenjoch“ eingeklinkten Startleine durch reine Muskelkraft F3J Modelle hochgezogen. Die Läufer halten am ausgestreckten Arm beide eine Seite des besagten Bullenjoch fest und laufen gegen den Wind. Dabei entsteht beim Start des Modells so viel Druck auf dem Seil, dass es keine Seltenheit ist, dass die Läufer beim rasanten Ausklinken, dem sogenannten „Schuss“ des Modells, auch mal einen Purzelbäum schlagen.
Sonntagmittag wurde die von allen mit Spannung erwartete Siegerehrung ausgetragen. Dabei wurde folgende Wertung verkündet:
Der kleine Uhu
- Max Bendixen
- Louis Bendixen
- Anton Blohmke
Schleuder Uhu
- Luis Bayer
- Josse Grage
- Christopher Wedig Electric Class
Electric Class
- Louis Bendixen
- Max Klinkow
- Josse Grage
Gliding Class
- Josse Grage
- Max Klinkow
- Louis Bendixen
Bei dieser Gelegenheit, möchte ich mich im Namen der Jugendgruppe sehr herzlich bei den folgenden Firmen bedanken, die sich in diesem Jahr mit Sachspenden an unserem Jugendlager beteiligt haben: Oracover, Hacker, Uhu, VTH Verlag, Globus, Proxxon und einige Privatspender, dies es möglich gemacht haben, auch Flugmodelle als Sachpreise vergeben zu können.
Auch Höllein hat unsere Jugendgruppe die gesamte Saison erneut mit einem Rabatt auf das gesamte Sortiment unterstützt. Das hilft uns sehr, den Kids den Einstieg zu erleichtern und neue Projekte erschwinglicher zu machen. Vielen, herzlichen Dank dafür!
Ebenso ein großes Dankeschön geht in diesem Jahr an die Familie Moser. Finn´s Vater hat sich mit seiner Firma Marschmobil.de bereit erklärt, der Jugendgruppe drei neue Wanderpokale zu stiften. Da die alten Pokale bereits etwas in die Jahre gekommen waren, freuen wir uns sehr darüber. Davon werden wir erfahrungsgemäß viele Jahre etwas haben!

Das Ende der Flugsaison heißt für die Jugendgruppe keinesfalls, dass an den Freitagnachmittagen zu Hause gesessen wird. In der Wintersaison treffen wir uns wieder regelmäßig zum Bauen im Werkraum der Lakwegschule, den die FAG schon mehrere Jahrzehnte nutzen darf.
Bedanken möchte ich mich in diesem Zuge bei den Helfer Tom, Nils und neuerdings auch Lasse, ohne die eine so große Gruppe kaum zu organisieren wäre. Darüber hinaus gebührt auch den Eltern und weiteren Helfer ein ausdrücklicher Dank für die tatkräftige Unterstützung.
Parallel nimmt in den Wintermonaten ein immer größerer Teil der Jugendgruppe am Hallenfliegen teil, was sehr erfreulich ist!
Tom, Nils, Lasse und ich wünschen allen einen schönen Winter und wir freuen uns schon auf die nächste Saison mit euch. Ihr seid eine tolle Truppe, weiter so!
Ein Bericht von Marc Peters